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| Restless-legs-Syndrom Aufmerksameits-Defizit-Hyperaktivitässyndrom (ADHS) |
Beim Restless-legs-Syndrom leiden die Erkrankten unter innerer Unruhe, einem Anspannungsgefühl insbesondere in den Beinen, seltener und schwächer in den Armen, das sich durch Bewegung bessert. Die Unruhezustände treten häufig nach dem Genuss von Speisen und Getränken auf und führen abends zu schweren Schlafstörungen. Eine andere Bezeichnung dafür ist das bei Kindern bekannte Syndrom ADS oder ADH (Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität) bzw. im englischen ADD (attention, disorder deficit). Dazu möchte ich im Folgenden zwei Beispiele anführen, die einen Einblick in die Entstehungsmechanismen der Krankheit geben.
Fall 1: Ich selbst habe einen Belastungstest auf einem Fahrrad durchgeführt. Mein Ruhepuls betrug 58 pro Minute, Blutdruck 120/80. Unter zunehmender Belastung über 20 Minuten stieg der Puls kontinuierlich auf einen Wert von 120 pro Minute.
Vor einem zweiten Belastungstest am nächsten Tag trank ich drei Tassen starken Röstkaffee. Eine halbe Stunde nach Genuss des Kaffees (auf den ich erfahrungsgemäß überempfindlich reagiere) hatte ich einen Puls von 100 pro Minute und einen Blutdruck von 130/80. Ich empfand dabei eine leichte Unruhe. Anschließend begann ich den Belastungstest. Anfänglich sank mein Puls paradoxer Weise auf 85 pro Minute und stieg erst mit zunehmender Belastung auf einen Wert von 130 pro Minute an.
Fall 2: Eine Patientin klagte über allgemeine Müdigkeit, Tachykardie (ständiger Puls von über 100 pro Minute) und innere Unruhe. Bei der biophysikalischen Allergieaustestung (anhand des Nogierreflexes) fand sich eine starke Reaktion auf Schwefel. Nach der Vermeidung von geschwefelten Nahrungsmitteln, insbesondere von dem abendlichen Glas Rotwein, sank der Ruhepuls auf Werte zwischen 70 und 80 pro Minute und die Patientin fühlte sich beschwerdefrei.
In den beiden Beispielen waren die Reaktionen reproduzierbar. Die obigen Symptome wie innere Unruhe, Anspannungsgefühl in den Beinen, erhöhter Puls sind medizinisch erklärbar durch eine erhöhte Freisetzung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Der erhöhte Abbau der Stresshormone durch vermehrte Muskeltätigkeit führte im ersten Beispiel zu einem Rückgang der Symptome. Auch wenn die beiden Fälle nur als milde Formen des Restless-legs-Syndroms angesehen werden können, so lassen sie doch den auslösenden Mechanismus erkennen: die Stresshormone werden durch allergische Reaktionen auf Reizstoffe ausgelöst. Die Disposition für eine überschießende immunologische Reaktion auf Allergene sind fast immer traumatische Schocks in der Kindheit. Kennzeichnend für die im Kleinkindalter erlebten Angstkonflikte nach Hamer sind, dass sie sehr schwer, hoch akut und isolativ erlebt werden. So erlitt ich z.B. als zweijähriges Kind einen Stammhirnkonflikt während eines längeren Krankenhausaufenthaltes mit Trennung von den Eltern, ein typisches Angsttrauma. Neben einer veränderten psychischen Reaktion resultieren daraus auch Funktionsverluste des Gehirns in Form von vermindertem Ortsgedächtnis und herabgesetzter Gedächtnisleistung.
Jedes schwere psychische Trauma verursacht je nach subjektiv empfundenen Gefühlsinhalt eine lokale Verletzung im Gehirn. Dieses zeigt sich in einer lokalen Gehirnentzündung (Ödem) und in einem verändertem elektromagnetischen Grundrhythmus des betroffenen Gehirnteils sowie in einer Funktionsstörung des abhängigen Organs. Bei ADHS resultiert aus dem Schock eine Überfunktion der Nebennieren. Bei meinen elektromagnetischen Austestungen nach Nogier habe ich wiederholt eine Toxoplasmosebelastung festgestellt. Ich gehe deshalb davon aus, dass heute bei den Kindern durch ungünstige Ernährungs- und Umwelteinflüsse nach einem zusätzlichen Angstschock das Terrain für eine chronische Toxoplasmose der Nebennieren bereitet wird. Daraus resultiert eine Dauersympathikotonie mit erhöhter Ausscheidung von Adrenalin und Noradrenalin und deren Wirkung auf das Stammhirn.
In unserer modernen Geburtshilfe, die sicherlich zu einem hohen Rückgang der Neugeborenensterblichkeit beigetragen hat, erleiden viele Kinder einen traumatischen Schock durch Geburtseinleitung mit Wehentropf, Kaiserschnitt, Saugglocke oder Trennung von den Eltern durch Neugeborenenbrutkästen usw. Diese Geburtstraumen können durch schwierige familiäre Verhältnisse (z.B. Trennung der Eltern) verstärkt werden. Diese Kinder neigen eher dazu, ein ADHS-Syndrom zu entwickeln.
Die schulmedizinische Therapie des ADHS erfolgt mit der Psychostimulanz Methylphenidat (Ritalin), einer Substanz, die zur Gruppe der Amphetamine gehört. Dieses Aufputschmittel erhöht im Gehirn die Aufmerksamkeit durch vermehrte Stoffwechselaktivität im Großhirnbereich auf Kosten der Stammhirnaktivität. Symptomatisch ist diese Aktivitätsverschiebung erwünscht, allerdings bleibt eine Aufarbeitung des krankheitsauslösenden Traumas und damit eine Heilung der Dauersympathikotonie aus.
Chemisch resultiert nach einem Stammhirntrauma eine chronisch erhöhte Konzentration der Stresshormone und damit eine veränderte Verteilung des Blutzuckers. Einerseits wird vermehrt Zucker in der Muskulatur umgesetzt, andererseits fehlt dieser im Großhirn. Unsere Großhirnzellen sind die größten Glukoseverbraucher. Im Falle einer Unterzuckerung nehmen die intellektuellen Funktionen wie das Sprachverständnis und Wortgedächtnis ab. Das Kleinhirn und der Hirnstamm übernehmen die Kontrolle, so dass ein normales Sozialverhalten nicht mehr vorhanden ist.
Bei den Kindern in unserer heutigen Industriegesellschaft ist als weiterer Faktor für Unruhe, Aufmerksamkeitsstörung, Hypermotorik das Missverhältnis zwischen Phosphor und Kalzium in der Ernährung zu nennen. Phosphor wird in der Landwirtschaft als Düngemittel zum schnelleren Wachstum der Pflanzen eingesetzt. Außerdem werden Phosphate heutzutage vermehrt durch Emulgatoren, Puffer, Wasserbindemittel, Schmelzkäse, Suppen, Saucen, Cremes, Schokolade, Trennmittel, Treibsalze in Backwaren aufgenommen. Eine erhöhte Phosphatbelastung resultiert auch aus einer Fehlernährung mit Cola, Fleisch, Eiern und Milch. Phosphor aktiviert den Energiestoffwechsel und wirkt deshalb in Überdosis stark anregend, aufputschend und übersäuernd, daraus resultiert ein Mangel an Kalzium und Magnesium mit einer daraus folgenden nervlichen Überreizung.
Eine gesunde Ernährung mit natürlichen und unraffinierten Kohlenhydraten (Kartoffeln, Vollwertreis), genügend pflanzlichen Eiweißen und Fetten und relativ einfacher Kost könnte die Entwicklung von ADHS verhindern. Wünschenswert wären deshalb generell Nahrungsmittel ohne Beimengungen von weißem Zucker, Geschmacksverstärkern, Schwefel und Phosphaten insbesondere in Babynahrung. Da diese Stoffe teilweise Suchtcharakter haben (wie z.B. Zucker), teilweise als Konservierungsstoffe die Haltbarkeit der Nahrung erhöhen (wie z.B. Phosphate), ist ein freiwilliger Verzicht der Produzenten auf die Beigabe dieser allergenen Stoffe nicht zu erwarten. Da entsprechende Studien durch Pharmafirmen für diese keinerlei Gewinnaussichten haben, sollten solche grundlegenden Forschungen von den Krankenkassen unterstützt werden bzw. vom Gesundheitsministerium finanziert werden.